Unser Schulgebäude

Bereits 1870 wurde ein Schulgebäude erwähnt, und zwar gibt es ein ausführliches Dokument über eine "einklassige Volksschule, Hinweise auf arge bauliche Mängel"

1875 : Eine Klasse für 118 Schüler
1883 : Der Kaiser besucht die Schule
1895 : Der Ortsschulrat beschließt einen Neubau
1897 : Einweihung des neuen Schulhauses
1902 : Fertigstellung des zweiten Schulhauses
1907 : Aufstockung des zweiten Hauses
1912 : Elektrische Beleuchtung in der Kanzlei
1914 : Erster Weltkrieg , das Militär belegt die Häuser
Danach diente das Gebäude wieder als Schule.

1966:  Einführung des Polytechnischen Lehrganges und Eröffnung der ersten Klassen in Leoben
1967:  Hermann Perbin wird erster Direktor dieses neuen Schultyps.
1975 : Eröffnung der neuen Volksschule im Steigtal
1978:  Übersiedlung des Polytechnikums von der jetzigen Musikschule in die "alte" Volksschule Göß.

1992 : Renovierung des Schulgebäudes (Fassade, Fenster)
1997:  Große Poly-Reform mit Anrechenbarkeiten für den Übertritt in weiterführende Schulen - neue Namensgebung: Polytechnische Schule
2000 : Schleifung des Nebengebäudes (die Feuerwehr erhält einen Zubau)
           
Die benötigten Nebenräume werden für die Polytechnische Schule in der Volksschule Göß zur Verfügung gestellt  (Werkräume für Holz und Metall, ein Maschinenraum, Raum für das kreative Gestalten mit Brennofen und das Übungsbüro)

 

 

 


 


Unsere  unmittelbare Umgebung:

 

Das Stift Göss

Geschichtsträchtig ist der Ort, wo unsere Schule jungen Menschen ein breites Bildungsangebot zur Vorbereitung auf ihr zukünftiges Berufsleben bekommen.

Das Benediktiner Nonnenstift Göß wurde vom Pfalzgrafen Aribo und seiner Gemahlin Adala als erstes steirisches Kloster gegründet, vom Stift Nonnberg in Salzburg besiedelt und 1020 von Kaiser Heinrich II mit Sonderrechten versehen und zur Reichsabtei erhoben.

Rasch wuchs in allen Teilen der Steiermark sowie in Kärnten und in Niederösterreich der Besitz des "Hoch Adelichen Jungfrauen Closters". Große Bauleistungen und Kunstschätze dokumentieren die einstige Bedeutung des Damenstiftes. Erst die Kriegsbeiträge während der Bedrohung durch die Türken leerten die Stiftskassen. Dennoch verfügte der durch Zubauten gesicherte Klosterkomplex im 17. Jahrhundert über acht Höfe, 133 Räume und 23 Küchen. Unter der 40. Äbtissin fiel das Stift dann dem Reformeifer Kaiser Josef II zum Opfer.
"1782 sind wir aufgehoben worden. Amen", berichtet die Klosterchronik.


Die Gösser Brauerei

Ein weiter Blickpunkt und weltweit bekannter Name ist unser Nachbar :
 

Die Ursprünge des Gösser Bieres liegen mehrere Jahrhunderte zurück.
Bereits 1459 wurde von den Nonnen im Stift Gösser Bier gebraut. Die "Brüder Baumeister" nahmen dieses Handwerk tatsächlich "bier-ernst" und gaben ihr Wissen über Generationen weiter. 1720 verlieh Karl VI der Brauerei Göss die erste steirische Zunftordnung für das Brauhandwerk.

Anno 1860 setzte der Grazer Bierbrauer Max Kober einen Meilenstein in der Geschichte des traditionsreichen Bieres. Er erwarb nämlich Teile des Stiftes und revolutionierte den dortigen Braubetrieb. Um 1900 wurden bereits 200 000 hl Bier hergestellt.

Mit dem Ausbau des Transportwesens kam Gösser so richtig in Fahrt und wurde in der 30er Jahren zur ersten Biermarke, die österreichweit erhältlich war. Heute ist Gösser Bier "grenzenlos" bekannt.

An dem Braurezept aus dem Mittelalter hat sich kaum etwas geändert. Die Zutaten sind quellfrisches Gebirgswasser, edler Hopfen und ausgewählte Gerste.